Graubner bewegt sich auf seiner Gratwanderung ohne sicherndes Netz. Er hat alle ihn als Maler absichernden Kategorien verlassen, er hat alles, selbst das Bild, preisgegeben, um in den Bereich reiner Anschauung vorzudringen, in dem auch dem Betrachter nichts anderes übrigbleibt, als zu sehen.
Graubners Malerei setzt ganz auf die gedankliche Illuminationskraft der Farben. Das Bild stellt für Graubner einen Organismus vor, der in der künstlerischen Verdichtung der Farbmaterie entsteht und als Äquivalent des Wirklichen das Feld einer konzentrierten Wahrnehmung eröffnet…
Bewegung – sich ausbreiten, fließen, strömen, aufgehalten werden, sich stauen, sich drängen, zurückdrängen, wieder fließen, Ruhe finden. Das ist organischer malerischer Prozeß.